Natur entdecken mit Kindern – was macht man da eigentlich?

Natur entdecken und erkunden mit Kindern

Draußen in der Natur zu spielen ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich für Kinder. Gerade, wenn sie in der Großstadt aufwachsen, fehlt oft der Bezug zu Natur. Dabei ist die Natur der größter Spiel- und Erfahrungsraum überhaupt. Wenig Aufenthalt in der Natur führt unter anderem zu einer eingeschränkten Sinneswahrnehmung, Konzentrationsschwäche und Bewegungsmangel. Das freie Spielen im Wald ohne Spielzeug oder Tablet fördert zudem die Kreativität der Kinder – eine wirklich essentieller Skill, um später im Erwachsenenleben mit kreativer Problemlösungsfähigkeit und Eigeninitiative seine eigenen Ideen verwirklichen zu können. In der Natur entdecken und erkunden ist also durchaus eine sehr lohnenswerte, bereichernde Beschäftigung mit Kindern. Wie leicht es tatsächlich geht und wie Du das mit Deinen Kindern am besten umsetzt, verraten wir Dir in diesem Artikel.

Am besten lassen sich die Dinge entdecken, indem man sie erlebt

Diese Erfahrung hast Du bestimmt auch schon mal gemacht. Und genauso kommen Deine Kids auch wieder besser mit der Natur in Kontakt. Es geht bei einem Naturausflug also weniger darum, möglichst viel Strecke zu machen oder ein bestimmtes Ziel in einer bestimmten Zeit zu erreichen. Vielmehr stehen bei dieser Art von Ausflug all die kleinen Dinge im Mittelpunkt, die es am Wegesrand zu erleben gibt. So könnt Ihr unterwegs z.B. einmal kurz innen halten, die Augen schließen und Euren Hörsinn aktivieren: Welche Geräusche nimmt jeder gerade wahr? Laß die Kids ruhig im Wald auch mal ein wenig vorweg laufen, neue kleine Trampelpfade auskundschaften oder in Ruhe einen Käfer beobachten. Fragt Euch nach dem Waldspaziergang, welche Tiere und Pflanzen zu sehen waren. Welche Farben und Gegenstände waren auffällig? Wie riecht es gerade in der Natur. So werden Deine Kids ganz spielerisch feststellen, dass die Natur sich permanent verändert. Geht unbedingt auch mal bei Nacht oder bei Regenwetter in die Natur. Das fühlt sich gleich ganz anders an als bei Sonnenschein – andere Geräusche, andere Gerüche, andere Atmosphäre. Und vor allem werdet Ihr auch anderen Tieren begegnen. Spannend, oder? Da sag noch einer, Spazierengehen ist öde.

Spiele im Wald zum Spüren mit allen Sinnen

Du merkst schon, die Wahrnehmung mit allen Sinnen ist ganz wesentlich, um sich wieder mit der Natur zu verbinden. Und dafür muss man etwas Zeit mitbringen. Fühlen, lauschen und beobachten braucht  seine Zeit, weckt dafür aber auch ganz wunderbar die kindliche Neugier und vor allem echtes Interesse. Noch mehr Lust auf Natur machen aufregende kleine Suchspiele, wie z.B. unser Monats-Naturbingo,  gemeinsame Bauprojekte (wie z.B. eine Ast-Tipi) oder ganz einfach gemeinsames Wolken- oder Sternegucken. Eine ganz besondere Anziehungskraft geht natürlich vom Wasser aus. Wenn Wasser im Spiel ist, gibt’s ja meistens kein Halten mehr bei Kindern. Ganz egal, ob Ihr einen Staudamm baut, Rindenschiffchen und Stöckchen fahren lasst oder Regenpfützen bis zum letzten Tropfen leer hüpft. Ein bisschen Wasser sorgt immer für glänzende Augen (und eventuell auch für triefende Socken).

Kinder einen Anreiz fürs Rausgehen geben

Im Grunde genommen mußt Du eigentlich nur einen Anreiz schaffen, der den Kindern die Entscheidung leicht macht, mit nach draußen zu kommen. Wenn sie erst einmal draußen sind, findet sich ganz schnell etwas zum Spielen und zu Entdecken gibt’s in der Natur sowieso immer was Spannendes. Ziemlich beliebt als Anreiz ist z.B. die Aussicht, auf dem Rückweg bei der Eisdiele oder dem Spielplatz vorbei zuschauen oder im Anschluß zuhause gemütlich Kakao schlürfen. Oder Du setzt schon direkt unterwegs mit einem kleinen Picknick ein Highlight. Unter freiem Himmel schmeckt nämlich alles noch viel besser (und wenn’s nur ein paar Apfelschnitzen und Kekse aus der Packung sind). Da sind müde Beine schnell vergessen.

Am wichtigsten ist natürlich, dass Du Deinen Kindern selber das Rausgehen auch ein bisschen vorlebst. Denn Du bist letztendlich immer Ihr Vorbild. Falls es dennoch ein paar Tricks braucht, die kleine Stubenhocker aus der Reserve zu locken, probier es mit einem besonderen Anreiz. Unterwegs dann einfach zwischendurch mal den Sehsinn ausschalten und andere Sinne wie Hörsinn oder auch Tastsinn ganz bewußt einschalten oder am Wasserspiel im Bach erfreuen. Schon wird aus dem vermeintlich langweiligen Spaziergang ein aufregendes, spaßiges Naturabenteuer mit baldigem Wiederholungsbedarf. Und wenn Du noch mehr Outdoor Beschäftigungsideen für Kinder oder Spiele für draußen für die verschiedenen Jahreszeiten suchst, dann nimm Dir doch unsere Naturabenteuerhefte mit raus. Damit hast Du  den fertigen Masterplan für grüne Action in der Hand und kannst sofort losstarten – wo und wann immer Du magst. Praktischerweise direkt im Wald oder Park vor der Haustüre.

Naturentfremdung nimmt den Kindern nicht nur Raum für Spiel und Bewegung sondern schränkt sie in ihrer Fähigkeit ein, ein gesundes und glückliches Leben zu führen. Aktive Naturverbindung kehrt das um und gibt den Kids volle Power für ein erfülltes Leben. Noch dazu werden sie die Natur mehr schätzen und schützen lernen. Du kannst also viel bewirken mit einem einfachen regelmäßigen Rausgehen-Ritual.

 

 

 

Verwandte Beiträge

Leave a comment

Sie müssen eingeloggt sein , um einen Kommentar schreiben zu können.